Trzebnica 9Bericht über die Wallfahrt zur hl. Hedwig in Trzebnica/Polen

Es war ein prima Sommertag, so einer, an dem man gerne unterwegs ist. Etwa 10.000 Leute , unter ihnen Gruppe von 10 Personen aus Leipzig und Dresden, machten sich am 14.Oktober 2017 zu einer Fußwallfahrt auf, um an die hl. Hedwig von Andechs, deren 750 Todestag sich in diesem Jahr jährt, zu erinnern . Ja, um zu erinnern, zugleich aber auch, um zu fragen und zu sehen, was uns die diese heilige Frau heute sagen kann.

Wir waren eine „bunte Gesellschaft“, Kinder, ältere Menschen, viele junge Leute …., die wir auf der 30 km. langen Wegstrecke miteinander unterwegs waren. Es ging durch Wald und Felde, durch kleine Dörfer und wir beteten, sangen und schwiegen… Es gab auch manche gute Gespräche, wir genossen die wunderschöne Natur und halfen einander, wenn es nötig war.

Veronika, eine  Jugendliche aus Leipzig schreibt voll Freude von ihren Erfahrungen während dieses gemeinsamen Pilgerweges: „Noch ganz beseelt von Pilgern…- Um 6.00 Uhr war Start im Dom in Breslau – Tausende knieten 20 Minuten vor dem Allerheiligsten – auch die eiskalten Domsteinen- wie meine Mitpilger und ( das habe ich noch nie bei einer Anbetung zu Hause in der Kirchenbank geschafft!)

Bis zu 50 Gebetsanliegen wurden zwischen den Rosenkranzgesätzen (so schön und schillernde Rosenkränze in den Händen fast aller Pilger habe ich noch nie gesehen…) über Lautspreche übertragen- Stille – jeder lauschte und wartete auf sein Anliegen, welche vorher in eine Mütze von Jugendlichen eingesammelt wurde und dem Spreche oder der Sprecherin übergeben wurde – das geschah alles beim Laufen…. Und immer wieder wurde gesungen, bekannte und viele uns unbekannte wunderschöne Lieder…

Priester und Ordensleute sprachen zuweilen über eine Stunde Übet ihre Erlebnisse und Erfahrungen-alle lauschten – hin und wieder wurde herzlich gelacht, kein Kind jammerte zu keinem Zeitpunkt!

Ca.30 Km. Von Breslau nach Trebnitz – fast keine Anstrengung – ein wunder und unvergesslich.

Gegen 16.00 Uhr erreichte unsere Gruppe 7 Trebnitz, wir suchten das blumenreich geschmückte Grab der Hl. Hedwig auf und feierten um 17.00 Uhr mit allen Pilgern einen sehr beeindruckenden Abschlussgottesdienst auf der Festwiese.

Danke – Schöpfer des Himmels und der Erde – dass ich das erleben konnte.“

Die hl. Hedwig, diese große Frau aus Schlesien, deren sterbliche Überreste wir in Trebnitz und im Kloster Andechs verehren, hat sich in den Wirren ihrer Zeit stets für Einheit, Frieden und Menschlichkeit eingesetzt. Bis heute verstehen wir sie als eine christliche Brückenbauerin zwischen dem polnischen und deutschen Volk…

Auf ihre Fürsprache empfahlen wir Gott unsere persönlichen Anliegen und Anliegen von Kirche und Welt. Unser gemeinsamer Pilgerweg zu Ehren der hl. Hedwig , die geistlichen Gedanken und guten Impulse, die Bitten u ein gutes Miteinander zwischen Polen und Deutschland , möge im Sinn der hl. Hedwig der Einheit und Frieden dienen.

Sr. M. Dolores P.

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