DWJT 2014 Berlin?Selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich? (Mt 5,3),

war das Motto des Diözesanen Weltjugendtages, das am 12. April 2014 in Berlin ? Schöneberg in der St. Mathias Gemeinde stattfand. Dieses Motto wurde von Papst Franziskus gewählt. Papst Franziskus hat alle Jugendlichen eingeladen, sich auf den Weg zum internationalen Weltjugendtag in Krakau 2016 zu machen. Diese Vorbereitung umfasst 3 Jahre mit je eigenem Thema. Auch Schwester Bernadetta, als Verantwortliche für die Berufungspastoral und Jugendarbeit in unserer Provinz, erklärte sich bereit, einen Workshop für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Weltjugendtages anzubieten. Bei den Vorbereitungen und bei der Durchführung des Workshops haben wir, d.h. Sr. Magdalena Losiak, Sr. Andrea Salabura  und Sr. Rafaela Fischbach Sr. Bernadetta  unterstützt. Wir kamen schon am Freitag, d. 11. April nach Berlin um die letzten Vorbereitungen zu treffen (vieles wurde schon im Vorfeld vorbereitet).  Wir fuhren in die St. Franziskus Schule in Schöneberg, um den Klassenraum anzuschauen, in dem unser Workshop stattfinden sollte und schon einiges vorzubereiten. Am Samstagvormittag bekam dann der Raum den letzten Schliff. 

 Vom diözesanen Vorbereitungsteam wurde für den Weltjugendtag in Berlin folgendes Programm zusammengestellt:

13.00 Uhr  – Beginn in der Kirche (Vorbereitung auf die Eucharistiefeier)

13.30 Uhr ? Eucharistiefeier mir Reiner Maria Kardinal Woelki und vielen anderen Priestern   der Diözese

 15.00 Uhr ? Kaffee und Kuchen im Hof der St. Franziskus Schule

 15.30 Uhr ? Workshops

 17.00 Uhr ? Katechese mit Jugendbischof Marian Eleganti (Chur/CH) zur Botschaft von Papst        Franziskus und Aussendungsfeier

 18.00 Uhr ? Prozession durch die Stadt nach St. Bonifatius, Kreuzberg

 19.00 ? Uhr ? Einzug in St. Bonifatius und Beginn der Nightfever bis 22.00 Uhr. 

 Es wurden insgesamt 30 Workshops angeboten. Hier einige Themen:

  1. Arm vor Gott? Bibeltexte zum Motto des WJT.
  2. Israelitische Tänze.
  3. Beichte ??Stehen wir auf mit Ihm.?
  4. Schreiben als Gottessuche ? Arm werden und beschenkt sein.
  5. Menschen in Afrika und auf der Flucht.
  6. Mich dürstet ? Jesus in der Eucharistie ? Jesus in den Armen.
  7. In der Schule der Armen.
  8. Mein Glaube ? meine Stärke.
  9. Klänge für Himmel und Erde.  usw.

 Das Thema unseres Workshops lautete: ?Freundschaft, die frei macht.? Wir gestalteten den Klassenraum als einen Meditations- und Gebetsraum. Unser Anliegen war es, in Bezug auf das Thema des Weltjugendtages, für die Jugendlichen einen ?Raum? zu schaffen, in dem sie in der Stille, bei ruhiger Musik und mit kurzen Meditationstexten nochmal Gelegenheit bekommen, über das Thema persönlich nachzudenken, es auf sich wirken und sich von Jesus ansprechen zu lassen. Beim Betreten des Raumes der Stille bekam jeder eine Fürbitte und ein Teelicht, das er dann in diesem Anliegen anzünden konnte. Die Anliegen umfassten die Nöte der heutigen Welt.

 Wir können sagen, dass die Entscheidung für dieses Workshop gut war, denn unser Workshop, war der am zweitbesten besuchte. Wir haben auch im Laufe des Tagen viele gute und schöne Gespräche mit jungen Menschen geführt, die uns angesprochen und sich auch darüber gefreut haben, dass wir als Ordensfrauen uns bei diesem Weltjugendtag engagierten und sichtbar waren. Von so vielen positiven Reaktionen waren wir selber überrascht.

 Nach der Katechese, die sehr gut besucht war, begann die Prozession. Es wurden echte Palmzweige gesegnet, kleine Lichter verteilt und wir gingen von der St. Mathias Kirche in Schöneberg in die St. Bonifatius Kirche in Kreuzberg. Während der Prozession beteten wir mehrsprachig den schmerzhaften Rosenkranz und sangen Taize ? Lieder. Die Menschen auf der Straße staunten nicht schlecht, als sie so viele junge Menschen sahen, die betend durch die Straßen Berlins gingen.

 In St. Bonifatius angekommen, nahmen wir am Nightfever teil. Nightfever bedeutet, dass eine zentral gelegene Kirche der Stadt am Abend geöffnet wird und es werden alle, die vorbeigehen, eingeladen einzutreten, ein Licht anzuzünden, Bibelspruch zu ziehen, einen  Anliegen aufzuschreiben oder ein Gespräch mit einem Priester zu führen und in der Kirche  vor dem ausgesetzten Allerheiligsten zu verweilen. Viele Menschen ? auch nicht Gläubige ? lassen sich von dieser Einladung ansprechen.

 ?Die Idee zu den Nightfever-Abenden wurde im Anschluss an den Kölner Weltjugendtag 2005 geboren. Zwei Studierende aus Bonn haben damals den Anfang gemacht. Aus einem ursprünglich einmalig geplanten Abend am 29. Oktober 2005 wurde so eine internationale Initiative.? (Internetseite ?Nightfever?)

 Beeindruckt hat uns auch, dass viele Jugendliche bis zum Schluss in der Kirche blieben und auch, dass viele zur Beichte gingen.  Zum Abschluss des Tages beteten wir alle gemeinsam die Komplet.

 Wir fuhren reich beschenkt nach Hause und durften wieder mal erfahren, wie wichtig es ist ?besonders heute ? dass wir als Kirche auf Menschen zugehen, mit ihnen unsere Talente und unsere Zeit teilen und ansprechbar bleiben für all die Menschen die, die auf der Suche nach Gott, nach einer Glaubensgemeinschaft und nach der eigenen Berufung sind.   Sehe Fotos-Galerie

Sr. Rafaela Fischbach